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Die Freikirche schweigt

  • Autorenbild: Nathan Hofmann
    Nathan Hofmann
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
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Als der Pastor seinen Predigttitel „Sich Gott hingeben“ verkündete, war ich begeistert. Endlich würde jemand die Gemeinde herausfordern, ihr Leben Gott hinzugeben. Der Pastor baute seine Predigt gekonnt auf biblischen Versen auf, alles, was er sagte, war biblisch fundiert.  Ich wartete gespannt darauf, wie er diese biblischen Prinzipien auf unser modernes Leben übertragen würde. Zu meiner Überraschung sprach er jedoch nur vom „Fluchen im Stadtverkehr“ und „Liebevoll auf unsere Vorgesetzten zu reagieren“. Ich war sprachlos. Hier saß ich mitten im woken Berlin, umgeben von jungen Menschen, die täglich mit weitaus größeren Herausforderungen konfrontiert sind als im Verkehr oder im Job.


Diese jungen Menschen kämpfen mit komplexen Themen, die sich tief in unsere Gesellschaft und damit auch in ihr persönliches Leben verweben.  Und in Berlin, wo diese Themen besonders präsent sind, wird der Druck noch größer.


Anstatt relevante Themen wie die Regenbogen Ideologie anzusprechen und die Gemeinde aufzufordern, sich von ihnen zu lösen und Gott zu folgen, wich der Pastor aus. Er war zu feige, zu ängstlich, die eigentlichen Probleme anzugehen.


Die evangelische Freikirche ist seit Jahren mit einem Rückgang konfrontiert, da Pastoren und ihre Gemeinden es versäumen, sich mit relevanten gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen.  Diese Zurückhaltung, sich an kontroversen Diskussionen zu beteiligen, hat zu einem Vertrauensverlust in die Kirche geführt.

Die Kirche hat die Verantwortung, die Wahrheit zu verkünden, unabhängig davon, ob sie auf Zustimmung trifft oder nicht.

Wenn die Kirche stattdessen gesellschaftlichen Trends wie dem Klimawandel und der Regenbogen-Ideologie nachgibt, ist es nicht verwunderlich, dass sich Menschen von ihr abwenden.


Die evangelische Kirche hat sich längst der Regenbogen-Ideologie und anderen gesellschaftlichen Trends zugewandt und sich von der Bibel entfernt. Die Regenbogen-Flagge, die vor der evangelischen Kirche weht, dient nicht als Erinnerung an Gottes Versprechen an Noah nach der großen Sintflut, sondern als Symbol der Sünde. Auch die katholische Kirche hat begonnen, Homosexualität zu segnen, während die Freikirche schweigt.


Die Freikirche hat sich lange Zeit als bibeltreuer als die traditionellen Kirchen betrachtet und diese sogar kritisiert. Doch inmitten der gesellschaftlichen Transformation herrscht Schweigen. Schweigen ist auch eine Antwort, deren Interpretation uns überlassen bleibt.


Ich bin davon überzeugt, dass die Freikirche nicht bereit ist, der Bibel treu zu bleiben, wenn dies gesellschaftliche Konsequenzen nach sich zieht. Daher ist es an der Zeit, dass wir Christen unser Schweigen brechen, auch wenn unsere Pastoren dies nicht tun.

 
 
 

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